Es ist schon sehr paradox mit anzusehen, wie immer wieder versucht wird, dem "einfachen Bürger" die eine oder andere "Rettungsmaßnahme für die Finanzindustrie" als alternativlos darzustellen - OHNE jedoch darauf hinzuweisen, dass unser heutiges (weltweites) Finanzsystem selbst Schuld ist, das es zu den erfundenen Maßnahmen gar keine Alternativen geben kann (oder geben soll?)!
Simplifizierter ausgedrückt: Ohne Schulden = KEIN Geld !!!
Da wir alle, weltweit in diesem "Schuldgeldsystem" gefangen sind (wer Zeit hat und sich noch nicht damit befasst hat sollte sich dringend damit auseinandersetzen!), gibt es leider nur zwei Möglichkeiten, um dieser Fehl-Entwicklung zu begegnen.
Punkt A: Erhöhung der Schulden
Daraus ergibt sich dann aber, dass der "Wert (Kaufkraft)" des Geldes stetig sinkt, weil zu viel Geld im "Umlauf" ist. Dieser Wertverlust bedeutet dann auch, dass sich immer mehr Menschen, immer weniger leisten können. Der Inflationseffekt. Die Preise steigen ins Unbezahlbare.
Das ist es, was wir im Moment sehen! Jede neue Rettungsmilliarde lässt die Kaufkraft der Bürger sinken, die Ausgaben der Staaten müssen anderweitig ausgegeben werden (Zinstilgungen etc.) und somit fehlen die "Gelder" für´s Allgemeinwohl.
Punkt B: Rückzahlung der Schulden
Würde man versuchen sämtliche Schulden zurückzuzahlen, so müsste man sich auch damit abfinden, dass es dann auch kein Geld mehr auf dem "Markt" gibt, mit dem man dann noch etwas "bezahlen" könnte. Der Deflationseffekt. Das ist der Punkt den leider die wenigsten Politiker verstehen - oder aber, den viele Politiker einfach nicht "dem Bürgen/ Volk" klar machen wollen.
Und genau hier liegt der derzeitige Kern der Diskussion zur Währungsrettung. Geschickt wird versucht den "Völkern der Welt" klar zu machen, dass man (nur?) mit einer "Mischung" aus beidem die große "Finanzkatastrophe" weltweit verhindern könnte. Ausgeklammert wird aber (absichtlich?), dass es zwar dadurch zu einer zeitlichen Verschiebung des systemimmanenten Crashs kommt - jedoch das Resultat für die "kleinen Leute" am Ende das Selbe ist - wir werden alle "sehr arm dran sein".
Dieses System, bedingt durch die Zinslasten mit exponentieller Zinseszinsentwicklung, muss IMMER am Ende crashen - es geht gar nicht anders! Denn wer sollte noch die riesigen Schulden aufnehmen, wenn selbst ganze Staaten weit über ihre "Einnahme-Salden" verschuldet sind und nicht mal mehr die Kreditzinsen zurückzahlen können - denn das bedeutet eine "Zahlungsunfähigkeit eines Staates". Wir - die kleinen Bürger, werden beim Crash nichts mehr haben, während die Gelderfinder und ihre politischen Handlanger bis dahin den "Besitz der Menschheit" langsam, still und leise "unter ihre Kontrolle" gebracht haben werden.
Bleibt also festzustellen, dass die Politiker, welche ständig von "Schulden-Rückzahlung" lamentieren, Sie, mich und alle anderen, mehr oder weniger bewusst, versuchen zu täuschen. Denn Geldschulden-Rückzahlung ist gleichbedeutend wie Geldvernichtung. Und Schuldenanhebung bedeutet den Verlust von Kaufkraft, also den Wert des "Schuldgeldes".
Kein Geld = keine Rohstoffe = keine Waren = keine Jobs/ Rendite/ Gewinne ... usw. usf. ... ODER:
Zu viel Geld = unbezahlbare Warenpreise ...
Ach ja, weil ja immer wieder auch von Wachstum gesprochen wird: So schnell wie Zinseszinsbelastungen der Schulden ab einem bestimmten Punkt wachsen, kann KEINE Wirtschaft der Welt wachsen! Zudem ist das Wirtschaftswachstum direkt abhängig von der Geldmenge, was man nicht vergessen sollte! Dieses Argument ist demnach irreführend und somit fehl am Platz! Wachstum löst keine Finanzsystemfehler!
Würde man also einen Politiker fragen, wie er oder sie versuchen würden die Probleme im Finanzsektor zu lösen und diese daraufhin eine der oben erwähnten Methoden empfiehlt (oder eben eine Mischung von beidem), muss man davon ausgehen, dass diesem Politiker das Wohl des Bürgers (langfristig) egal ist. Denn schließlich wäre dadurch bewiesen, dass diese Person unser Schuldgeldsystem einfach nicht verstanden hat - oder nicht "verstehen will"!
Wer sich also noch an Wahlen beteiligt und dadurch seine Stimme AB-GIBT (seine Eigenverantwortung an Politiker dirigiert) sollte sich vorher erkundigen, wie sich die jeweiligen Politiker einer Partei (Organisation, Bürgerbewegung o.ä.), in Bezug auf die Rettungsmethoden, entscheiden würden!
Wollen Sie das Schuldgeldsystem erhalten oder wollen Sie ein anderes, besseres System versuchen?
Also noch mal - Ohne Schulden = KEIN Geld ; zu viele Schulden = Wertverlust vom Geld aber immer: durch Zinsen = Besitz-Umverteilung nach "OBEN"
Dieses Währungssystem, was nur auf Schulden und Zinsen aufgebaut ist SOLLTE m.M.n. nicht gerettet werden - es ist an der Zeit nach besseren Alternativen zu suchen, um diese dann auszuprobieren!
ODER?
Hier ein Interview von n-tv ...
Wie entsteht Geld?
Quellen zum Thema:
Video 3: Wie entstand das Geldsystem?

1 Kommentare:
"Kein Geld = keine Rohstoffe = keine Waren = keine Jobs/ Rendite/ Gewinne" ist doch nur deshalb so, weil es Privatbesitz gibt. Theoretisch denkbar wäre doch auch, daß gemeinschaftlich besessene Rohstoffe gemeinsam genutzt und gleichmäßig aufgeteilt werden (ohne Geld), auch wenn das einen Menschen erfordert, den es bisher noch nicht/ zu selten gibt: den bescheidenen, altruistischen, seine Mitmenschen liebenden...
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